Rezensionen


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“Die acht „Zigeunerlieder“ von Johannes Brahms (op. 103) brachten etwas mehr Temperament ein, sowohl in der Vokalvorführung als auch in der Klavierbegleitung, so dass die einzelnen Lieder, wie etwa „He, Zigeuner, greife in die Saiten“ und „Röslein dreie in der Reihe“, der Sängerin Nataša Antoniazzo die Gelegenheit boten, die Kraft und Durchdringlichkeit ihrer Stimme unter Beweis zu stellen, was ihrer persönlichen Interpretationsweise auch mehr entgegenkam.”

HRT Radio – Kroatische Rundfunk

“Die zwei spanischen Lieder von Darko Domitrović … Die Einfachheit und Weichheit der Melodieführung und der Harmoniewechsel dieser fast schlagerartig anmutenden Lieder dissonierten einigermaßen mit der Härte im Ausdruck und in der Gestaltung der spanischen Verse, doch der Sängerin gelang es, dank dem schönen und klaren Timbre ihrer Stimme, dies wettzumachen.”

HRT – Radio

“Nataša Antoniazzo, einer Gesangskünstlerin mit schöner Stimme und sehr guter Technik, gelang es, das Zigeunertemperament nach und nach zur Entfaltung zu bringen und es in der Zugabe – der hervorragend gelungenen Sequedilla aus Bizets Carmen – zum Höhepunkt zu führen …”

HRT – Radio ” Morgen Nachrichten “

“…Opus 55 von Antonin Dvorak brachten wieder die deutsche Sprache und eine einfachere, der Romantik nachempfundene Stimmung, in welcher der angenehme Klang, der Schneid und die klare Diktion der Stimmführung von Nataša Antoniazzo, voll zur Geltung kamen…”

HRT Radio – ” Die Musikwoche“

“Die warme Klangfarbe, aber auch die Kraft der Stimme, die klare Diktion beim Vortrag des deutschen Textes, fanden den angemessenen Weg bei der Interpretation von Schumanns Lieder …”

HRT Radio – ” Die Musikwoche“

“Mit der konkreten Klavierbegleitung von Frau Ocvirk klang der Mezzosopran von Nataša Antoniazzo äußerst angenehm, technisch ausgewogen und stabil. Ihre Interpretation war inspiriert und szenisch unprätentiös, getragen von ihrer Musikalität und Kunstverständnis. Für dieses ausnehmende Erlebnis dankte ihr das begeisterte Publikum mit einem langen und respektvollen Beifall.”

„Die Stimme Istriens“ – Zeitung

“Natasa Antoniazzo,mezzosoprano, che si escibisce regolarmente sui palchi croati e all estero, si e presentata con la belissima aria di Cleopatra ” Piangero la sorte mia” tratta dall opera ” Giulio Cesare” di G.F.Haendel. L ha interpretata in modo particolarmente sentito con estrema capacita interpretativa.”

 Festival Baromus Rovigno – Zeitung „ La Voce“

“Es ist überhaupt eine Musik, die bei aller Parodierlust etwa des verhassten Rossini immer wieder Ernst macht. Etwa bei Héros poetischem Duett mit der interessanten Altstimme von Natascha Antoniazzo (Ursule).”

Tagespiegel, Berlin

 
Rezension CD Mignon
Davor Schöpf, HR3 Kroatische Rundfunk Radio Sendung , Maerz 2017

Die Mezzosopranistin Nataša Antoniazzo ist, die einzige kroatische Sängerin,mezzosopranistin, die für einen ausländischen Musikverlag eine CD mit deutschen Lieder aufgenommen hat.

…. Ihre Interpretationen folgen den in Goethes Versen vorherrschenden Stimmungen und bringen diese suggestiv zum Ausdruck: die Sehnsucht nach dem Ideal des Friedens, der Liebe und des Glücks, unerfüllte Wünsche, das Verlangen nach einem warmen Zuhause, nach Trost und Verständnis einer verwandten Seele – all das, wonach sich Mignon sehnte und Nataša Antoniazzo durch Farben, Register und Modulierungen ihrer wunderbaren Stimme auszudrücken vermochte.

… Und das besonders gefühlvolle Lied von Čajkovski „Nur wer die Sehnsucht kennt“, das sie in russischer Sprache singt, erlebt in der Interpretation der Sängerin eine, durch eigene, slawische Sensibilität geprägte, Veredelung.

 
Rezension CD MIGNON
„ Klassik Heute“ Ekkehard Pluta [31.01.2017]

…Die vier Lieder der Mignon, die in Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ eingewoben sind und die eigentliche Substanz dieses rätselhaften Mädchencharakters ausmachen, haben nicht nur die Wissenschaftler zu tiefgründigen Analysen, sondern auch die Musiker zu einfühlsamen Vertonungen angeregt. Das ging schon mit Goethes Zeitgenossen Beethoven und Schubert los, setzte sich über die Romantik bis in die Moderne fort. „Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn“ ist ebenso zum geflügelten Wort geworden wie „Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide!“

Die Idee, die zahlreichen Vertonungen, zumindest die prominentesten von ihnen, in einem Programm zu vereinen, bietet sich beinahe an und verspricht dem Hörer Einsichten in die unterschiedlichen Ansätze der Komponisten, mit diesen Dichtungen umzugehen.

Bei der vorliegenden CD dürften aber solche Einsichten nicht an erster Stelle gestanden haben. Es handelt sich vielmehr um die künstlerische Visitenkarte einer Sängerin, die hierzulande noch kaum bekannt ist. Die kroatische Mezzosopranistin Nataša Antoniazzo, die Meisterklassen bei Sena Jurinac und Grace Bumbry besucht hat, bringt reiche stimmliche Mittel mit, die auch in der Altlage nicht verblassen, und scheint über gestalterisches Temperament zu verfügen.

…..Am überzeugendsten gelingt Tschaikowskys „Sehnsucht“-Adaption, wo der etwas ins Opernhafte tendierende, gefühlvolle Vortrag der Sängerin das geeignete Objekt gefunden hat. Ich kann sie mir sehr gut als Olga (Eugen Onegin) oder Polina (Pique Dame) vorstellen, möglicherweise auch als Mignon in der Oper von Ambroise Thomas. Deren berühmte Arie hätte gut als Zugabe gepasst. Die Pianistin Mia Elezović ist eine zupackende, damit dem Stil der Sängerin adäquate Begleiterin.

 
REZENSION CD Das Kroatische Kunstlied
KLASSIK HEUTE Ekkehard Pluta [05.02.2019]

Die neue Veröffentlichung der ANTES Edition füllt eine deutliche diskographische Lücke, denn von der kroatischen Musik wissen wir im deutschsprachigen Raum so gut wie gar nichts. Außer der Gräfin Dora Pejačević (1885-1923), deren Werke durch eine verdienstvolle Reihe bei cpo wieder ins Gedächtnis gerufen wurden, dürfte bei uns keiner der hier präsentierten Komponisten bekannt sein. Das Kunstlied war offenbar eine sehr zentrale Gattung in der kroatischen Musik des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Neben der heimischen Lyrik haben die Komponisten aber auch Dichtungen deutscher, italienischer, französischer und tschechischer Provenienz vertont. Die vorliegende Auswahl stellt mit 11 Titeln die deutschen Texte ins Zentrum, ein Gedicht stammt aus Frankreich, nur vier Lieder gehen auf kroatische Lyrik zurück. Diese Auswahl mag nicht repräsentativ sein, wurde aber unter dem Aspekt der internationalen Verbreitung der nationalen Musik getroffen.

Nach dem Eindruck dieser Auswahl hat sich das kroatische Kunstlied parallel zum deutschsprachigen, aber nicht in unmittelbarer Abhängigkeit von ihm entwickelt. Es gibt vor allem in den romantischen Gesängen von Vatroslav Lisinski (1819-1854), dem Schöpfer der Gattung, die sich mit ihm aus der Tradition des Salonlieds herauslöste, von Ferdo Wiesner Livadić (1799-1879) und Ivan Padovec (1800-1873) in der Themen- und Autorenwahl eine Nähe vor allem zu Robert Schumann, doch sind in Melodik und Rhythmus auch mediterrane und orientalische Einflüsse erkennbar. Der jung verstorbene Geigenvirtuose Franjo Krežma (1862-1881) begibt sich mit Vertonungen von Heine („Du bist wie eine Blume) und Lenau in unmittelbare Konkurrenz zum großen deutschen Vorbild. Bei Ivan Zajc, der selbst ein erfolgreicher Opernkomponist war und in italienischer Manier komponierte, zeigt auch das Liedschaffen Einflüsse des Belcanto. Die Gräfin Pejačević und Blagoje Bersa (1873-1934) sind Vertreter der damaligen kroatischen Avantgarde und von der Atmosphäre des fin-de-siècle geprägt.

Die beiden jungen Künstlerinnen Nataša Antoniazzo und Mia Elezović sind engagierte Anwältinnen ihrer nationalen Musikkultur und – vor allem die Pianistin – um stilistische Differenziertheit bemüht. Bei der durchaus reizvoll timbrierten Mezzosopranistin, die trotz des unüberhörbaren Akzents die deutschen Texte plastisch vermittelt, führt der durchweg etwas verhangene Ton dazu, dass selbst die eher heiteren Lieder einen elegischen Charakter bekommen, was im Verlaufe des Recitals zu einer gewissen Einförmigkeit des Vortrags führt.